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Aktuelles Gladbeck

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Stadtbildungskonferenz
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Das Bild zeigt die Stadtbildungskonferenz
Einleitung
„Du hast so viele Leben, wie du Sprachen hast“ – mit diesem Zitat eröffnete Bürgermeister Ulrich Roland die diesjährige Stadtbildungskonferenz des Gladbecker Bündnis für Familie – Erziehung, Bildung, Zukunft im Ratssaal des Gladbecker Rathauses.
Haupttext

Damit stieg er in das Thema der diesjährigen Stadtbildungskonferenz „Deutsch als Zweitsprache im schulischen Alltag“ ein. Deutsch als Zweitsprache, kurz DaZ, ist seit einigen Jahren fester Bestandteil der Lehrerausbildung.

Kinder, die eine andere Sprache als Deutsch als erste Sprache erlernen, sollen damit die Chance bekommen, ihre Zweitsprache Deutsch bestmöglich zu erlernen.

Trotz vieler Bemühungen bleibt festzustellen, dass Kindern aus Zuwandererfamilien in unserem Bildungssystem der Bildungserfolg oftmals verwehrt bleibt und das trotz „eigentlich“ guter Deutschkenntnisse. Mit der Frage, warum dies so ist und wie diese sogenannten „verdeckten“ Sprachdefizite behoben werden können, beschäftigte sich der Vortrag von Frau Dr. Benholz von der Universität Duisburg-Essen.

Den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Stadtbildungskonferenz wurden die neusten Erkenntnisse aus der Spracherwerbsforschung in anschaulichen, praktischen Beispielen vermittelt. Diese machten deutlich, welche Schwierigkeiten Kinder und Jugendliche nichtdeutscher Herkunft beim Erwerb und Gebrauch der deutschen Sprache haben.

Frau Dr. Benholz wirbt deshalb seit Jahren in der Lehreraus- und -fortbildung für die durchgängige Förderung der deutschen Sprachkompetenz von Kindern und Jugendlichen von der ersten Klasse bis zum Abitur in jedem Schulfach.

Damit die Impulse aus den Fachvorträgen in die Arbeit der vielen Bündnisakteure vor Ort eingebettet werden können, stellte Bettina Weist, Leiterin des Amtes für Bildung und Erziehung und Bündniskoordinatorin, aktuelle Zahlen und Daten aus der Gladbecker Schulstatistik vor: Derzeit besuchen 9099 Schülerinnen und Schüler die städtischen Schulen, davon haben 27 % einen Migrationshintergrund.

Diese Tendenz ist steigend. Zum Schuljahr 2012/13 wurden an den Gladbecker Grundschulen 614 Lernanfänger angemeldet, von denen 50 % nichtdeutscher Herkunft sind. Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunft sind bei der Abiturabschlussquote deutlich unterrepräsentiert.

Erklärtes Ziel des Schulentwicklungsplans ist es, diese Abiturquote weiter zu erhöhen. Eine Maßnahme könnte deshalb sein, Deutsch als Zweitsprache durchgängig im Schulalltag zu implementieren. Für interessierte Kitas, Schulen und weitere Bildungseinrichtungen stellte sich zum Ende der Veranstaltung die RAA, vertreten durch Sabine Leipski, mit ihrem vielfältigen Informations- und Fortbildungsangebot auch zum Thema Deutsch als Zweitsprache vor.

Beginndatum
18.06.2012


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