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19 Städte wollen ihr altes KFZ-Kennzeichen zurück
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Das Bild zeigt die Kennzeichenliberalisierung
Einleitung
19 Städte in NRW haben eine gemeinsame Resolution unterzeichnet, mit der NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger gebeten wird, die bisherigen KFZ-Kennzeichen wieder einzuführen.
Haupttext

Fünf Bürgermeister unterzeichneten gestern in Bocholt persönlich die Resolution: Peter Nebelo, Bürgermeister aus Bocholt, Norbert Ballhaus, Bürgermeister aus Moers, Richard Borgmann, Bürgermeister aus Lüdinghausen, Johannes Beisenherz, Bürgermeister aus Castrop-Rauxel und Hans-Ulrich Kieselbach, stellvertretender Bürgermeister aus Witten.

Tenor der Resolution: „Diesem Wunsch der Bevölkerung Rechnung tragend fordern wir Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Sie auf, ergänzend zu den bisher und auch weiterhin gültigen KFZ-Kennzeichen die Möglichkeit der Ausgabe von ausgelaufenen Ortskennzeichen als Wunschkennzeichen zu schaffen“,

„Für unsere Städte bedeutet diese Zustimmung zum eigenen KFZ-Kennzeichen, dass wir durch eine Wiedereinführung unsere Markenpolitik kostenneutral deutlich verstärken können“, weiter

„In Zeiten zunehmender Globalisierung gewinnt das Streben nach lokaler Verortung zunehmend an Bedeutung. Diese aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen spiegeln das Befragungsergebnis wider, das vielfach als Wiederentdeckung eines neuen Heimatgefühls bezeichnet wird“.

Ziel: Bürgerinnen und Bürger aus Altena, Arnsberg, Beckum, Berleburg, Bocholt, Brilon, Büren, Castrop-Rauxel, Dinslaken, Erkelenz, Geldern, Gladbeck, Iserlohn, Jülich, Lippstadt, Lüdinghausen, Lünen, Moers und Witten sollen künftig ihr auslaufendes Kennzeichen – neben den geltenden - als Wunschkennzeichen wählen können. Allein in diesen Städten betrifft das Thema über eine Million Menschen.

So könnten beispielsweise Gladbecker Autofahrer, die derzeit mit „RE“ fahren sich für „GLA“ entscheiden. Eine Verpflichtung zum neuen Kennzeichen besteht nicht. Die Umsetzung ist ohne großen Aufwand, ohne finanzielle Mehrkosten machbar.

Schon jetzt gibt es eine Vielzahl Gladbeckerinnen und Gladbecker, denen es mit der Umsetzung nicht schnell genug gehen kann, die erwartungsvoll dem „GLA“-Kennzeichen entgegenblicken. Und das Überraschende daran: Dahinter steckt kein reiner Nostalgiegedanke.

Es sind vielmehr junge Menschen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren, die das alte Kennzeichen selbst nicht erlebt haben, es aber zurück bekommen möchten. Ein neues Heimatgefühl, Identifikation mit der Stadt – das sind die Beweggründe.

Dies belegen auch die Ergebnisse der Fachhochschule Heilbronn. Letztlich sind diese Ergebnisse Grundlage für die unterschriebene Resolution. Bundesweit wurden in über 140 deutschen Städten über 30.000 Menschen zu ihren Kennzeichenwünschen befragt.

Ergebnis: 73 Prozent sprechen sich für eine Wiedereinführung alter Nummernschilder aus. In NRW wurden in insgesamt 17 Städten solche Umfragen durchgeführt. Die Zustimmung für eine Rückkehr alter Kennzeichen lagen in vielen Städten über dem Bundesdurchschnitt, beispielsweise in Gladbeck bei 78 Prozent.

Zu hoffen bleibt, dass die Resolution Wirkung bei Verkehrsminister Voigtsberger zeigt und er seine zunächst „ablehnende“ Haltung überdenkt und im Sinne der vielen Bürgerinnen und Bürger handelt.

Denn Voraussetzung, damit die ehemaligen Nummernschilder als alternative Wunschkennzeichen wieder auf den Straßen auftauchen ist die Änderung der KFZ-Zulassungsverordnung.

Diese wird auf Bundesebene festgelegt und muss vom Bundesrat – also der Länderkammer – abgesegnet werden. Das Bundesverkehrsministerium fragt zurzeit auf Länderebene ab, welche Kennzeichen nach dem Willen der Länder wieder eingeführt werden und welchen Zulassungsbehörden (Landkreisen) diese jeweils zugeordnet werden sollen.

Zu hoffen bleibt, dass auch die 19 Städten durch Minister Voigtsberger benannt werden.

Beginndatum
14.12.2011


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