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Aktuelles Gladbeck

Titel
„Die Bilanz kann sich sehen lassen“
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Das Bild zeigt den IWG
Einleitung
Nach sechs spannenden Jahren endet zum 30. Juni 2011 die Laufzeit des EU-Projekts HYCHAIN MINI-TRANS, bei dem in vier europäischen Regionen (Frankreich, Spanien, Deutschland/NRW und Italien) Brennstoffzellen-Fahrzeuge entwickelt und erprobt wurden sowie der Aufbau einer hierauf zugeschnittenen Wasserstoff-Infrastruktur initiiert und unterstützt wurde.
Haupttext

Die 38 Mio. € Projektmittel enthalten 17 Mio. € Förderung der Europäischen Union.

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz der in Deutschland beteiligten Städte Bottrop, Gladbeck, Herten und Marl, der AIR LIQUIDE Deutschland GmbH und der Hydrogenics GmbH zogen alle Beteiligten heute in Herten ein positives Resümee des umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsprojekts, der gemachten Erfahrungen und daraus abgeleiteten Perspektiven.

Unmittelbar „erfahrbar“ waren die inzwischen im Praxiseinsatz bewährten Brennstoffzellen-Fahrzeuge.

Für Dr. Uli Paetzel, Bürgermeister der Wasserstoffstadt Herten, ist die Berührung mit dem Themenkomplex Brennstoffzelle und Wasserstoff schon zum Alltag geworden. „Unser langjähriges Engagement, nicht nur für die Unternehmen in Herten am Zukunftsstandort Ewald, sondern auch bei HYCHAIN MINI-TRANS hat zur Schaffung von Arbeitsplätzen geführt, da die Unternehmen hier wertvolle Erfahrungen zur Verbesserung ihrer Produkte sammeln konnten.“

Dass die Fahrzeuge nicht nur in der Emscher-Lippe-Region unterwegs sind, sondern auch in den Partnerregionen gefahren werden und so zu einer positiven Entwicklung der lokalen Standorte geführt haben, sieht Jörg Köppen, Leiter des Referates Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung der Stadt Gladbeck.

„Die Freude, auch Fahrzeuge aus dem Innovationszentrum Wiesenbusch in den vier europäischen Regionen im Einsatz zu wissen, ist in Gladbeck groß. Dies zeigt, wie wichtig die Ansiedlung von Hydrogenics für die Entwicklung des IWG ist.“

Genau auf diesen Erfolg hebt auch Dr. Bernd Pitschak, Geschäftsführer der Hydrogenics GmbH in Gladbeck ab. „Durch die gute Kooperation gerade mit den lokalen Betreibern unserer Midibusse haben wir die Entwicklung größerer Bustypen vorantreiben können. Viele Erfahrungen aus dem Alltagsbetrieb, die wir ohne die Unterstützung der Kommunen nicht hätten sammeln können, sind hier eingeflossen.“

Da alle im Projekt eingesetzten Fahrzeuge Wasserstoff als Antriebsmittel benötigen, ist selbstverständlich auch die Erzeugung und Verteilung von Wasserstoff ein zentrales Thema.

„Gerade die Nutzung von industriellem Restwasserstoff ist hier neben dem Fahrzeugeinsatz ein Zukunftsthema, das wir im Dialog mit den Unternehmen in Marl und darüber hinaus gerne weiterbeschreiten werden. Schon heute befindet sich die größte Wasserstoffabfüllung in Europa im Chemiepark Marl“, sagt Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl.

Markus Sieverding, Vorsitzender der Geschäftsführung der AIR LIQUIDE Deutschland GmbH, und als Infrastrukturpartner bei HYCHAIN MINI-TRANS aktiv, ergänzt hierzu: „Wasserstoff wird eine Schlüsselrolle in der Mobilität von morgen spielen. Wir freuen uns daher, leistungsfähige Technologien in den beteiligten Regionen anzubieten. Unser Engagement ist ein Beweis für das starke Interesse, ein bedeutender Akteur bei der Entwicklung von Wasserstoff als Energieträger zu sein. Mit unseren Aktivitäten, insbesondere in NRW, haben wir beste Voraussetzungen für eine emissionsarme Mobilität der Zukunft.“

Volker Lindner, Vorsitzender des h2-netzwerk-ruhr, sieht vor allem die regionale Zusammenarbeit gestärkt. „Die gesamte Wertschöpfungskette in der Metropole Ruhr ist in diesem Projekt voll zum Tragen gekommen und hat die Kooperation zwischen den Städten und den Unternehmen nochmals intensiviert. Für zukünftige Projekte im Technologiefeld Brennstoffzelle und Wasserstoff ist das Ruhrgebiet sehr gut aufgestellt.“

Eines dieser Zukunftsprojekte ist natürlich InnovationCity. „Aufbauend auf den Erfahrungen aus den verschiedenen Projekten in Bottrop zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und zu dessen stationärem Einsatz ist auch das Thema Mobilität mit Brennstoffzellen und Wasserstoff ein wesentlicher Bereich unserer Aktivitäten in der Umsetzung von InnovationCity“, erklärt dazu der Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler.

Vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger Entwicklungen und Markteinführungen von Brennstoffzellenfahrzeugen gerade im Flottenbereich gibt der Moderator der Abschlussveranstaltung Dr. Andreas Ziolek, Leiter des Netzwerkes Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW der EnergieAgentur.NRW, ebenfalls einen positiven Ausblick.

„HYCHAIN MINI-TRANS hat wesentlich dazu beigetragen, dass das nördliche Ruhrgebiet als Region der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie bei der EU wahrgenommen wird. Dies ist für angedachte Folgeprojekte im europäischen Rahmen eine gute Ausgangsposition.“

Auch wenn HYCHAIN MINI-TRANS zum 30.06.2011 ausläuft, haben sich die Partner darauf verständigt, dass die angeschafften Fahrzeuge weiterbetrieben werden und die Midibusse, die Utility Vehicles und die Cargobikes weiterhin in den Städten unterwegs sind. Die Anschaffung von größeren Brennstoffzellenfahrzeugen befindet sich ebenfalls in der Planung.
Internet: www.hychain.org, www.brennstoffzelle-nrw.de, www.h2-netzwerk-ruhr.de

Pressekontakt: Jens W. Kuhlmann, EnergieAgentur.NRW, Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff, Doncaster-Platz 5, 45699 Herten, Telefon: (02366) 93 04526, www.energieagentur.nrw.de

Beginndatum
29.06.2011


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